Inhaltsverzeichnis
| Was ist eine Fachwirt Weiterbildung? - Ein Kurzprofil |
| Weiterbildung zum Fachwirt im Überblick |
| Prüfung zum Fachwirt |
| Berufsbild des Fachwirts |
| Gehalt des Fachwirts |
| Anerkennung und Ansehen des Fachwirts |
Was ist eine Fachwirt Weiterbildung? - Ein Kurzprofil
Mit der Weiterbildung zum Fachwirt, im Anschluss an Ihre kaufmännische Ausbildung, machen Sie einen großen Schritt auf dem beruflichen Werdegang. Sie erweitern gezielt Ihre Kenntnisse und sichern sich nicht nur ein höheres Ansehen, sondern auch einen deutlichen Anstieg Ihres Gehalts. Der Übernahme einer Führungsposition steht nichts im Weg.
Weiterbildung zum Fachwirt im Überblick
Die erweiterten Kenntnisse und Erfahrungen befähigen dazu, größere Verantwortung zu übernehmen und eine leitende Funktion auszuüben. Mit der Weiterbildung geht auch merklich eine Erhöhung des Jahresgehalts einher. Ganz nach Belieben kann die Fortbildung zum Fachwirt sowohl vor Ort als auch im Rahmen eines Fernstudiums erfolgen. Ebenso ist eine Durchführung in Voll- und Teilzeit möglich.
Der Fachwirt ist stets auf ein bestimmtes Gebiet spezialisiert und erhält im Rahmen seiner Weiterbildung eine gezielt auf diesen Bereich ausgerichtete Ausbildung.
Besonders beliebt ist derzeit eine Weiterbildung zum
- Wirtschaftsfachwirt
- Steuerfachwirt
- Handelsfachwirt
- Fachwirt für Versicherungen und Finanzen
- Industriefachwirt
- Immobilienfachwirt
Möglich ist die Fortbildung zum Fachwirt grundsätzlich in jedem kaufmännischen Ausbildungsberuf. Dementsprechend gibt es beispielsweise auch den Fachwirt für Erziehungswesen, für Werbung und Kommunikation, den Medien- oder den Tourismusfachwirt. Wer den beruflichen Aufstieg anstrebt, sollte sich bereits im Vorfeld erkundigen, ob ein Fachwirt für das entsprechende Tätigkeitsfeld angeboten wird.
Die Inhalte der Weiterbildung zum Fachwirt sind sehr verschieden und hängen maßgeblich mit der jeweils gewählten Fachrichtung zusammen. Im Wesentlichen aber ist der Aufbau für alle Fachwirte gleich: Während sich der zweite Teil der Ausbildung stark auf die handlungsspezifischen Qualifikationen der jeweiligen Fachrichtung konzentriert, werden im ersten Teil wirtschaftlich orientierte Kenntnisse vermittelt und vertieft.
Folgende Inhalte werden vermittelt:
- Betriebswirtschaftslehre
- Volkswirtschaftslehre
- Rechnungswesen
- Steuern und Recht
- Unternehmensführung
Für die Weiterbildung zum Fachwirt sind diese Voraussetzungen zu erfüllen:
- Erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung im kaufmännischen Bereich
- Entsprechende Berufserfahrung
- Besondere Kenntnisse und Fähigkeiten im Fachgebiet von Vorteil
Beendet wird die Weiterbildung zum Fachwirt oft durch eine IHK-Prüfung. Mit einem grundlegenden Interesse für das spezifische Fachgebiet und den damit verbundenen Fertigkeiten steht einer erfolgreichen IHK-Prüfung nichts im Wege. Die Dauer der Weiterbildung beträgt in der Regel etwa 1-2 Jahre.
Prüfung zum Fachwirt
Die Weiterbildung zum Fachwirt schließt – auch dann, wenn sie im Fernstudium erfolgt – meist mit einer IHK-Prüfung ab. Zu dieser Prüfung zugelassen wird grundsätzlich jeder, der die oben angeführten Voraussetzungen erfüllt. Um die bestmögliche Vorbereitung auf die IHK-Prüfung sicherzustellen, ist der Besuch entsprechender Lehrgänge anzuraten. Etwa 4 Wochen vor dem angesetzten Prüfungstermin erreicht Sie eine Einladung in Schriftform. Dieser ist in der Regel ein Ablaufplan sowie auch eine Liste sämtlicher zur Prüfung zugelassener Hilfsmittel hinzugefügt. Die IHK-Prüfung besteht schließlich aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. In Abhängigkeit von dem jeweiligen Prüfungsgebiet variiert die Dauer der Klausuren zwischen 90 und 120 Minuten. Für den mündlichen Teil der IHK-Prüfung sind hingegen lediglich 10 bis 30 Minuten einzuplanen. Das Ergebnis der Prüfung liegt circa 6 Wochen später vor.
Berufsbild des Fachwirts
Das Berufsbild des Fachwirts lässt sich pauschal nur schwer skizzieren. Der berufliche Alltag eines Wirtschaftsfachwirts ist völlig anders gestaltet als der eines Werbefachwirts. Eines aber haben alle Fachwirte gemeinsam: Sie bedeuten eine Qualifizierung der bereits erfolgten Ausbildung, statten mit einem deutlich umfangreicheren Wissen aus und bereiten auf diese Weise optimal auf den Einsatz innerhalb des jeweiligen Fachbereichs vor. Der Fachwirt hebt sich durch die Weiterbildung gegenüber der starken Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt hervor und kann sogar den Weg in die Führungsetage antreten. Möglich wird dies vor allem dadurch, dass sich der Fachwirt nicht ausschließlich mit Fragestellungen seines Spezialgebiets befasst. Vielmehr lernt er im Rahmen der Weiterbildung, allgemeine Betriebsabläufe zu verstehen und diese in ihrem Gesamtzusammenhang zu beurteilen.
Gehalt des Fachwirts
Eines steht mit der Weiterbildung zum Fachwirt fest: Der Lohn dürfte zukünftig deutlich üppiger ausfallen. In der Praxis zeigt sich nicht selten ein Anstieg des Einkommens um bis zu 100 Prozent. Grund hierfür ist die Erweiterung der Kenntnisse und Fertigkeiten, die einen ganz anderen Arbeitseinsatz ermöglicht. Im Gegensatz zum kaufmännischen Angestellten ist der Fachwirt in der Lage, in hohem Maße Verantwortung zu übernehmen. Darüber hinaus ist er nunmehr dazu befähigt, eine führende Rolle auszuüben. Für den Arbeitgeber stellt dies einen Mehrwert dar, den er mit einem höheren Verdienst belohnt.
Die konkrete Spanne, in der sich das Jahreseinkommen eines Fachwirts bewegt, muss jedoch für jeden einzelnen Fachbereich beziffert werden. Am besten verdient der Fachwirt für Versicherungen und Finanzen, der nicht selten bis zu 90.000 € brutto jährlich erreicht. Das Monatsgehalt eines Industriefachwirts liegt zwischen 1.270 € und 6.500 € brutto, der Immobilienfachwirt erzielt hingegen einen Verdienst von 1.100 € bis 7.500 € monatlich.
Anerkennung und Ansehen des Fachwirts
Die Weiterbildung zum Fachwirt führt nicht nur zu einer Veränderung des Arbeitsbereiches und einer Erhöhung des Einkommens, sondern auch zu einem gesteigerten Ansehen. Hinter der freiwilligen Weiterbildung steht immer auch ein hohes Maß an Motivation und Einsatzbereitschaft. Diese Attribute schätzt der Arbeitgeber nicht selten sogar höher als die rein fachliche Qualifikation.
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